IPC-A-600
Training Type
PIEK and IPC Training
Name
IPC-A-600

Leiterplatten sind keine Selbstverständlichkeit und die Basis aller elektronischen Produkte. Unabhängig davon, ob starre, flexible oder keramische Basismaterialien verwendet wurden, sind Leiterplatten die tragende Konstruktion einer elektronischen Baugruppe. Die Betriebs- und Einsatzfähigkeit elektronischer Produkte ist festgelegt. Dementsprechend müssen die Leiterplatten bestimmte Anforderungen erfüllen. Der Designer erstellt die Parameter für den Entwurf in technischen Zeichnungen. Diese sind Teil der Gesamtdokumentation oder Auftragsdokumente. In vielen Dokumenten wird der IPC-A-600 Standard als Referenzstandard für Inspektionen gewählt.

Werden an Kunden Leiterplatten laut Bestellung ausgeliefert, sollte der Qualitätsstandard des Endproduktes gewährleistet sein. Es liegt in der Verantwortlichkeit eines Prüfers/ Kontrolleurs dafür zu sorgen, dass alle produzierten Leiterplatten die in den Auftragsdokumenten festgelegten Anforderungen erfüllen. Dies gilt für dimensionale wie auch elektrische Eigenschaften. Wie kann ein Prüfer/ Kontrolleur korrekt entscheiden, ob die Akzeptanzkriterien für kahle Leiterplatten oder Leiterplatten erfüllt wurden? Dafür gibt es klare Richtlinien in Form des IPC-A-600 Standard.

Das Dokument behandelt verschiedene Themen und Probleme, die bei Leiterplatten auftreten können. Außerdem beschreibt und schildert das Dokument akzeptable und unakzeptable Situationen. Damit liefert es dem Prüfer/ Kontrolleur Hilfestellung korrekte Entscheidungen zu treffen und gewährleistet die Auslieferung der Leiterplatten innerhalb der Toleranzen. Toleranzen existieren für typische Situationen wie Grate, Kerben, Fleckenbildung, Delamination, Kranzbildung, Breitenreduzierung der Konduktoren, Biegen und Verdrehen u.a.

Durchkontaktierungen wie auch nicht-unterstützte Kontaktierungen werden behandelt. Spezifische Kriterien für Vias und Microvias, sowohl ungefüllt wie auch gefüllt mit Harz oder Kupfer, sind jetzt Teil des Standards. Kriterien für die optische Inspektion von Markierungen und auch die Akzeptanzkriterien für Lötmasken sind Bestandteil des IPC-A-600.

In einem der fünf Kapitel werden die Akzeptanzkriterien für die Evaluation von Schliffen diskutiert. Unterstützt werden die Ausführungen durch deutliche Bilder. Diese helfen dem Prüfer/ Kontrolleur bei der Evaluation und zeigen, worauf geachtet werden muss. Fotos und Abbildungen bieten dem Prüfer Hilfestellungen bei der täglichen Arbeit. Die Texte helfen bei der Entscheidungsfindung.

Typische Akzeptanzkriterien für flexible und starr-flex Leiterplatten wie auch Kriterien für Metallleiterplatten findet man in dem Dokument. Zuletzt werden Testverfahren für Reinheit und aktuelle Methoden zur Lötbarkeit in der Leiterplattenherstellung erläutert.

Die aktuelle Revision des Standards ist die J-Revision, veröffentlicht im Mai 2016. Sie wurde regelmäßig aktualisiert und erläutert jetzt die Inspektion von modernen Leiterplatten. Wichtige Änderungen betreffen die Aufnahme der Kriterien für mit Kupfer gefüllte Vias und eine Aktualisierung der letzten Versionen für Teststreifen wie im IPC-2221 beschrieben.

PIEK steht klar, um Anwender und Trainer konform der aktuellen IPC-A-600 Version zu schulen und zu zertifizieren.